Der Apfel


Als ein heiliges altes indoeuropäisches Symbol des Überflusses und des Reichtums gilt der Apfel. Der Apfel verleiht Unsterblichkeit und wächst meist in einem mystischen Garten als göttliche Frucht. Er gilt als Symbol der jungen, sich immerwährend stets erneuernden Lebenskraft.

In fast allen Mythologien der Völker ist es eine weibliche Figur, die über einen solchen mystischen Garten herrscht und dadurch in irgendeiner Beziehung zur jenseitigen Welt steht. Zugleich ist sie Trägerin und Hüterin uralter Weisheiten. Die Unsterblichkeit und damit verbunden die außergewöhnliche Lebenskraft, die vom Apfel verliehen werden, ist für Menschen unerreichbar; nur Helden, Könige, Kaiser oder andere Herrscher können seiner Macht teilhaftig werden, wobei Herrschern aufgrund der höheren Rechtsordnung von Rechts wegen die Kraft verliehen wird und Helden diese als Belohnung für heldenhafte, selbstlose Taten an der Schwelle zwischen Leben und Tod erlangen können.

In der germanischen Mythologie hat die Göttin der Jugend und Unsterblichkeit Idun einen niemals leerwerdenden Korb mit goldenen Äpfeln. Sobald ein Gott zu altern beginn, aß dieser einen von Iduns goldenen Äpfeln und erlangte sofort wieder strahlende Schönheit und Jugend. Als „Lebenselixier der Asen“ werden Äpfel auch genannt.

In der griechischen Mythologie bekam Hera bei Ihrer Hochzeit mit Zeus von der Erdgöttin Gaia als Geschenk einen Apfelbaum überreicht. Gaia pflanzte diesen Apfelbaum im Garten der Hesperiden und die Früchte wurden vom Drachen Ladon gehütet. An die Früchte dieses Baumes gelangte nur der Held Herakles, der dadurch olympische Unsterblichkeit erlangte und das Recht bekam, sich in der Schar himmlicher Götter hinzu zu gesellen.
Als Symbol der Liebe steht der Apfel ebenso. Die Göttin der Liebe, Aphrodite, bekam den Apfel zur Kürung als Siegerin von Paris geschenkt; Paris entschied bei der Streitfrage zwischen Hera, Athene und Aphrodite, wer von ihnen die Schönste sei.

Die Jungfrauen aus der „jenseitigen Welt“, die in Ihren Garten den Apfelbaum haben, verfügen über die Kräfte, von dehnen gar die Götter abhängig sind; Leben, Tod, Unsterblichkeit und Liebe. Sie haben die Kraft Macht und Erlösung zu verleihen oder die Wiedergeburt in einer anderen Welt zu geben.

Auch als heilig betrachtet wurde der Apfelbaum bei den Druiden. Genauso wie bei der Eiche wächst auf einem Apfelbaum häufig die Mistel und macht ihn dadurch besonders heilig.
Aus dem Kessel der Ceridwen fielen drei Tropfen auf einem Apfel, aus dem dann der Baum des Wissens wuchs.

In der keltischen Tradition begegnet und die Erscheinung der Hüterin des mystischen Gartens besonders herrlich und strahlend; nämlich in der jenseitigen, sagenumwobenen Insel Avalon. Avalon lässt sich vom kymrischen Wort „afal“ ableiten oder aber auch aus der indogermanischen Wortwurzel „aballo“, welche „Apfel“ bedeuten. Demnach ist „Avalon“ zu übersetzen mit „Insel der Äpfel“ oder „Insel des Apfels“. Der Apfel der unsterblich macht ist „Avallach“. Über Avalon herrscht Morgan Le Fey die vom tödlich verwundeten König Arthus aufgesucht wird und von Ihr dann gepflegt und geheilt.
Bei den Kelten ist der Apfel allgemein das Symbol für das Leben nach dem Tod, steht aber auch symbolisch für die Wiedergeburt und wird den Toten als Grabbeigabe mit dargereicht.

In russichen Märchen findet man im Königreich der weißen Jungfrau von Avalon, Marja Morewna, die verjüngenden Äpfel wieder. Die Feuervögel Ptiza in ihren Gärten ernährt sich ebenfalls von den Jugend verleihenden Äpfeln.
Die Gärten mit den Apfelbäumen entspricht der Symbolik von arischen Menschen, als Zeichen der Bewusstwerdung und dem Streben nach der Vollkommenheit von Göttern. Die Apfelbäume stehen dabei als Zeichen für den Menschen und die Äpfel stellen die Energiezentren. Durch Beherrschung und Freiwerdung (was in Form des Essens eines Apfels ausgedrückt wird) dieser Energiezentren wird der Mensch zum Gottmenschen.

Aber auch im heutigen Christentum spielt der Apfel wieder eine göttliche Rolle. Im Garten Eden war es der Baum der Erkenntnis, von dessen Früchten das heilige Wissen ausging. Im Gegensatz zu anderen Mythologien ist hier die Frucht aber Gott selbst vorbehalten gewesen, da durch dessen Verzehr Erkenntnis erlangt werden konnte.




Bookmark and Share

Datenschutz    Impressum    Haftungsausschluss